Fit für die Zukunft – Schwedens größte Passivhausschule 30 Oktober 2018 Zurück

Mit smartwin-Fenstern und SWISSPACER ULTIMATE Abstandhaltern: Die neue „Elmeskolan“ in der von IKEA geprägten südschwedischen Stadt Älmhult

Fit für die Zukunft – Schwedens größte Passivhausschule

Sie hat einen Wärmebedarf von 9 kWh/m² und ist mit 10.300 m² Nutzfläche die größte Passivhausschule in Schweden: Die Elmeskolan in Älmhult wurde nach internationalem Passivhausstandard gebaut. Die Fenster stammen von der lettischen „i2 Factory“, die zum smartwin-Netzwerk gehört – einem Zusammenschluss von 15 mittelständigen Fensterbauern in zehn europäischen Ländern. Im Isolierglas sorgen SWISSPACER ULTIMATE Abstandhalter für beste Energieeffizienz und hohen Komfort.

„Älmhult wächst stark. Deshalb mussten wir eine neue Schule für 800 Schüler bauen“, erzählt Lars Lund, Projektleiter der Gemeinde Älmhult. Untergebracht sind in dem Ende 2017 fertiggestellten, zweistöckigen Gebäude eine traditionelle Schule, eine englischsprachige, internationale Schule und ein internationaler Kindergarten. Im Älmhult eröffnete 1958 das erste IKEA-Möbelhaus; hier befindet sich einer der IKEA Hauptstandorte. Mitarbeiter aus 53 Nationen sind hier beschäftigt. Lars Lund: „Viele Schüler der internationalen Schule haben Eltern, die bei IKEA arbeiten und für ein paar Jahre hier bleiben.“

„Die politisch Verantwortlichen in Älmhult wollten eine Schule mit niedrigen Energiekosten“, sagt Lars Lund. Etwa 21 °C herrschen in der Elmeskolan. Für Warmwasser und Heizwärme wurde eine Geothermie-Anlage gebaut; sie wärmt mit 20 Erdsonden die Luft für acht Lüftungsanlagen vor. Die Gebäudehülle hat U-Werte von 0,06-0,13 W/m²K; die Außenwände sind aus einer 255-295 mm-Sandwichkonstruktion aus Beton und PIR-Dämmung. „Für ein Passivhaus im schwedischen kalten Klima brauchen wir Fenster mit Energieeffizienzklasse A. Die werden in Schweden nicht hergestellt“, erzählt die Architektin und Bauingenieurin Simone Kreutzer von der IG Passivhus Sverige AB. Sie berät, begleitet und koordiniert den Bau von Passivhäusern – wie bei der Elmeskolan. Deshalb wurden smartwin-Fenster der lettischen Firma „i2 Factory“ verwendet. Die vom Passivhaus Institut Darmstadt zertifizierten smartwin-Fenster sind eine Entwicklung der deutschen pro Passivhausfenster GmbH und haben in der Referenzgröße 123 x 148 cm einen U-Wert von 0,62 W/m²K. Sie werden in zehn europäischen Ländern von am smartwin-Netzwerk beteiligten Fensterbauern regional produziert.

„Wir erreichen mit schmalen Rahmen höhere solare Gewinne“, sagt Franz Freundorfer von der pro Passivhausfenster GmbH. Die Holzfenster mit Aluprofil haben eine Rahmentiefe von mehr als 106 mm, eine 48mm Dreifach-Isolierverglasung und Warme Kante Abstandhalter. „SWISSPACER Abstandhalter sind unsere erste Wahl. Die Psi-Werte des SWISSPACER ULTIMATE sind Weltspitze, sie sind langlebig mit einer hohen Gas- und Wasserdampfdichtigkeit im Glasrandverbund“, betont Freundorfer. „Außerdem liegt mit SWISSPACER Abstandhaltern die Temperatur innen am Glasrand mit 16-17 °C so hoch, dass kein Kondenswasser entsteht“, ergänzt Simone Kreutzer.

„Passivhäuser nach internationalem Standard sind in Schweden noch selten“, erzählt Simone Kreutzer: „Aber bei Schulen und Kindergärten gibt es aktuell einen Passivhaus-Boom.“ Eine – im Passivhaus benötigte – bedarfsgesteuerte Lüftung sei in schwedischen Gebäuden schon seit 25 Jahren Standard, begründet sie das: „Außerdem wird im Passivhaus kompakter und funktioneller geplant. Daher sind die Baukosten gerade bei großen Gebäuden niedriger. Genauso wie die Betriebskosten durch den bis zu 75% geringeren Wärmebedarf.“

Fenster mit verschiedenen Größen und bunten Rahmen schmücken die Schule außen; innen wirkt sie hell. Dafür sorgt das Lichtkonzept mit einer nach Himmelsrichtung und Nutzung optimierten Fensteranzahl und -größe und viel Glas im Inneren. Glastüren und -elemente in den Wänden auch zwischen den Klassenzimmern lassen Licht bis in Ecken und Korridore hinein. Das spart nicht nur Beleuchtung. „Das schafft ein Gefühl von Offenheit, Komfort und Sicherheit“, sagt der Architekt Mikael Gustafsson von Horisont Arkitekter AB in Malmö. Er war von der Planung bis zur Fertigstellung am Projekt beteiligt und hat mit seinem Entwurf der Schule Flexibilität gegeben: Das Gebäude ist in Einheiten für 50 Kinder und Jugendliche aufgeteilt, die aus zwei Klassenzimmern, Lern-, Freizeit- und Gruppenräumen bestehen. Durch Schiebewände lassen sich größere in kleinere Räume und umgekehrt ändern – je nach Bedarf. So ist die Elmeskolan energetisch fit für die Zukunft – und mit der flexiblen Raumaufteilung auch offen für zukünftige pädagogische Konzepte.