Wissenschaftlich bestätigt: Warme Kante spart auch in Südeuropa Heiz- und Kühlkosten 4 Februar 2019 Zurück

Neue Studie kann exportierende Fensterbauer unterstützen

Wissenschaftlich bestätigt: Warme Kante spart auch in Südeuropa Heiz- und Kühlkosten

Im Anschluss an seine im Januar 2018 veröffentlichte Studie hat SWISSPACER nun auch eine weitere wissenschaftliche Untersuchung beim Passivhaus Institut für die restlichen Klimazonen in Europa in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Auch in den Klimazonen in Südeuropa können Hausbesitzer mit Kunststoff-Abstandhaltern im Isolierglas von Wärmeschutzfenstern Heiz- und Kühlenergie sowie CO2-Emissionen sparen.

Dabei wurden drei Referenzstädte, die die drei verschiedenen Klimata in Frankreich repräsentieren, ausgesucht: Nancy für die kühl-gemäßigte, La Rochelle für die warm-gemäßigte Klimazone und Nizza für warmes Klima. Die Ergebnisse der Studie sind auf sämtliche Länder in Südeuropa, die unter diese Klimazonen fallen, übertragbar.

Fensterbauer, die nach Südeuropa exportieren, können die Studie ab sofort für ihre Kundenberatung und den Verkauf nutzen. Denn: Hochwertige Kunststoff-Abstandhalter sind im Einkauf pro Laufmeter nur geringfügig teurer als Abstandhalter aus Aluminium, Endkunden zahlen laut Studie aber so viel weniger Heizkosten, dass sich ein Fenster mit Warmer Kante auch in Südeuropa für sie lohnt. Trotz des geringfügig höheren Kaufpreises.

Die erweiterte Studie des Passivhaus Instituts untersucht den Einfluss der Abstandhalter auf den jährlichen Heizwärme- und Nutzkältebedarf von Gebäuden: Dabei vergleicht sie in den drei verschiedenen Klimazonen Aluminium-, Edelstahl- und Kunststoff-Abstandhalter in den Fenstern von landesüblichen Häusern, die den Anforderungen des französischen Energiestandards entsprechen. Das Ergebnis: Werden hochwertige Kunststoff- statt Aluminium-Abstandhalter verwendet, lassen sich jährlich im kühl-gemäßigten Klima in Nancy 5,9 Prozent der gesamten Heizenergie in einem gängigen französischen Haus mit zweifacher Wärmeschutzverglasung einsparen. Bei einem üblichen Haus mit einer immer häufiger verwendeten Dreifachverglasung sind es sogar 7,9 und in einem Gebäude mit Passivhausstandard knapp 18 Prozent.

In der warm-gemäßigten Klimazone in La Rochelle können bei einem zweifachverglasten landestypischen Haus 4,2 Prozent, bei einem dreifachverglasten 5,7 Prozent und beim Passivhaus mehr als 13 Prozent eingespart werden.

Im warmen Klima Nizzas fällt neben den 49,6 kWh/(m²a) Jahresheizwärmebedarf mit Aluminium-Abstandhalter auch ein Nutzkältebedarf – also Energie, die im Sommer für das Kühlen durch die Klimaanlage benötigt wird – von 33,3 kWh/(m²a) bei 20 °C maximaler Innentemperatur an.

Die Energieeinsparung fällt im Vergleich zu reinen Heizklimata geringer aus: Sie liegt bei bis zu 3,8 Prozent mit dem Kunststoff-Abstandhalter anstelle des Aluminium-Abstandhalters, maximal jedoch bei knapp 9 Prozent beim Passivhaus.

 

Verkaufsargument für Exportmärkte

Eine hocheffiziente Warme Kante, wie die in der Studie, besitzt eine lineare Wärmeleitfähigkeit von 0.14 W/(mK). Bei Edelstahl liegt der Wert bei 0,6 und beim Alu-Abstandhalter – als klares Schlusslicht – bei hohen 160 W/(mK).

Dass Aluminium-Abstandhalter trotzdem immer noch verwendet werden, liegt vor allem am Preis. Die neue Studie kann exportierende Fensterbauer nun beim Verkauf unterstützen, denn sie belegt den baren Vorteil, der sich Kunden und Verbrauchern bei Verwendung höherwertiger Isoliergläser mit Warmer Kante bietet.

Weitere Informationen sind unter http://www.swisspacer.com/de/8prozent zu finden. Hier steht auch die komplette Studie zum Download bereit.