Randverbund auf höchstem Level 17 September 2019 Zurück

Studie zeigt: High-End-Lösung von Dow und SWISSPACER steigert die Performance von Fassaden

Randverbund auf höchstem Level

Vor dem Hintergrund immer höherer Anforderungen an die Energieeffizienz von Glasfassaden rückt der Randverbund von Mehrscheibenisolierglas und speziell auch Structural Glazing-Anwendungen immer mehr in den Blickpunkt. Denn während die U-Werte des Glases selbst kaum noch wirtschaftlich zu optimieren sind, besteht bei den eingesetzten Dichtstoffen und Abstandhaltern noch deutliches Potenzial. Eine jetzt gemeinsam von Dichtstoff-Experte Dow und SWISSPACER – Spezialist für Warme Kante-Abstandhalter – auf den Weg gebrachte Studie zeigt: Durch eine optimale Kombination von Dichtstoff und Abstandhalter lässt sich der Ucw-Wert einer Fassade um mehr als 15 Prozent verbessern – ohne das Fassadendesign zu verändern.

„Warmer“ Sekundärdichtstoff mit zahlreichen Vorteilen

Die Idee für die gemeinsam initiierte und vom renommierten Ingenieurbüro Bauwerk (Rosenheim) durchgeführte Untersuchung entstand im Rahmen der Produktentwicklung. Im Fokus bei Dow stand dabei die 2018 auf der glasstec vorgestellte patentierte Silikon-Technologie DOWSILTM 3364 Warm Edge IG Sealant.

Der innovative Sekundärdichtstoff für gas- oder luftgefülltes Mehrscheibenisolierglas verfügt über eine im Vergleich zu herkömmlichen Isolierglassilikonen bis zu 45 Prozent geringere Wärmeleitfähigkeit (λD = 0,19 W/mK). Bei organischen Dichtstoffen, wie Polysulfid oder Polyurethan, sind es sogar über 50 Prozent. Gleichzeitig ermöglicht das neue Randverbundsilikon je nach Fassadengestaltung und -system bis zu 25 Prozent niedrigere Psi-Werte in Warme Kante-Konstruktionen. Weiterer Vorteil: DOWSILTM 3364 erhöht die Oberflächentemperaturen des Glases auf der Innenseite um bis zu 1°C und senkt so das Risiko von Kondensation und Schimmelbildung. Nicht zuletzt überzeugt das nach der europäischen Richtlinie für Structural Glazing (ETAG 002) zugelassene Silikon durch hohe Haftfestigkeit, eine Temperaturbeständigkeit bis + 150°C und seine UV-Stabilität.

Der Innovationsführer SWISSPACER verfügt über den besten Warme Kante-Abstandhalter auf dem Markt. Gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt das Schweizer Unternehmen regelmäßig neue Techniklösungen. Sie tragen erheblich dazu bei, das volle Potenzial bei hoch energieeffizienten Fenster- und Fassadenlösungen zu erschließen. 

DOWSILTM 3364 und SWISSPACER Ultimate – für deutlich geringere Wärmeverluste

Im Rahmen der nun vorliegenden Studie wurden unterschiedliche Fassadenkonstruktionen mit einem marktüblichen Polyurethan(PU)-Dichtstoff, mit einem Standard-Silikon-Dichtstoff sowie DOWSILTM 3364 untersucht – jeweils kombiniert mit einem Edelstahl-Abstandhalter oder dem SWISSPACER Ultimate. Die Ergebnisse sind eindeutig: Zum Beispiel erreicht DOWSILTM 3364 in Verbindung mit dem SWISSPACER Ultimate in einem Dreifachisolierglas (40 mm) einer Aluminium-Fassadenkonstruktion (100 mm Profiltiefe, Elementgröße: 1x2 m) einen Ucw-Wert von 0,846 W/m2K – dies bedeutet einen um mehr als 13 Prozent geringeren Wärmedurchgangskoeffizienten im Vergleich zur Verwendung eines Edelstahl-Abstandhalters, hier beträgt der Ucw-Wert 0,976 W/m2K. Mit einem herkömmlichen PU-Dichtstoff und dem Edelstahl-Abstandhalter erzielt die gleiche Fassaden-Konstruktion sogar lediglich einen Ucw-Wert von 1,002 W/m2K – die energetische Gesamt-Performance der High-End-Lösung ist somit über 15 Prozent besser.

In Sachen Tauwasserbildung besonders überzeugend: Im Vergleich zu herkömmlichem Dichtstoff und einem Edelstahl-Abstandhalter führt die Kombination DOWSILTM 3364 und SWISSPACER Ultimate zu einer um 2 Grad höheren Temperatur an der Glasinnenseite. Bei Normklima (Raumtemperatur 20°C und rel. Luftfeuchte 50 Prozent) fällt bei diesem Aufbau erst ab -49°C Außentemperatur Tauwasser aus.

Mehr Gestaltungsspielraum in der Fassadenplanung

Mit den Resultaten der Studie zeigen sich die SWISSPACER und DOW hochzufrieden. Karl-Theo Roes, Leiter Marktentwicklung und Innovationen von SWISSPACER, erklärt: „Die Untersuchung belegt mit klaren Zahlen, dass die bei der energetischen Betrachtung oftmals vernachlässigten Komponenten Dichtstoff und Abstandhalter einen enormen Einfluss auf die Energieeffizienz einer Fassadenkonstruktion haben. Gleichzeitig können sie das Kondensationsrisiko senken und damit den Wohnkomfort steigern. Das ermöglicht Planern und Fassadenbauern noch mehr Gestaltungsspielraum, gerade auch bei der Konzeption und Umsetzung von Hochleistungsfassaden.“

Markus Plettau, Marketing Manager EMEA, High Performance Building bei Dow, ergänzt: „Mit unserem ‚warm-edge-Silikon‘ DOWSILTM 3364 und dem SWISSPACER Ultimate sind in Ganzglasfassaden mit Eingreifsystem Ucw-Wert-Verbesserungen von bis zu 0,14 W/m²K ohne Designänderung möglich. Die mit der verbesserten Energieeffizienz einhergehende Reduktion des CO2-Ausstosses des Objektes kann damit beachtlich sein. Rundum ein nachhaltiges System.“

Für Metallbauer und kleinere Fassadenbau-Unternehmen zeigen sich neue und attraktive Lösungen: Ganzglasfassaden mit Eingreifsystemen mit U-Profilen („Toggle“) bieten sich gerade für kleine und mittlere Fassadengrößen an, denn sie sind einfach und wirtschaftlich herzustellen. Mit der Performance von DOWSILTM 3364 und SWISSPACER Ultimate punkten sie zudem mit einer ausgezeichneten Energieeffizienz.

Bauherrn, Architekten und Planer wird freuen, dass kostenintensive Designänderungen oder Fassadenisolation in vielen Fällen nicht erforderlich sind. Energieeffizienz und Kondensatprobleme bei komplexen Fassadengeometrien, Ganzglasecken oder filigranen Nur-Glas-Designs können mit diesem Power-System nachhaltig adressiert werden.

Die Studie und weitere Informationen stehen zum Download auf den Websites der Partner unter www.dow.com/construction und www.swisspacer.com bereit.