SWS AIR

Druck-
entspanntes Isolierglas

SWS AIR

Höhendifferenzen und Klimalasten führen zum Aufbau von Über- oder Unterdruck im Isolierglas. Die daraus resultierenden Spannungen können zu Glasbruch und vorzeitiger Alterung führen. Mit SWISSPACER AIR werden diese Spannungen stark minimiert, so dass keine kritischen Zustände mehr entstehen.

Ein Standard-Isolierglas ist in der Regel ein hermetisch abgeschlossenes System: Die bei der Fertigung im Scheibenzwischenraum einmal eingeschlossene Luftmasse bleibt also erhalten. Ändert sich nun die Temperatur oder der äußere Luftdruck, reagiert das System mit Über– oder Unterdruck. Die damit einhergehende Glasverformung führt zu Belastungen auf das Glas und auf den Randverbund. Sind diese Spannungen zu gross, führt das zu Glasbruch. Die Aufweitung des Randverbunds kann zudem eine vorzeitige Alterung des Isolierglases bewirken.

SWISSPACER AIR schafft ein druckentspanntes Isolierglas, bei dem diese Belastungen deutlich reduziert werden, das Risiko des Glasbruchs ist damit minimal.

 

AIR_Hoehentransport_EN

Der Druckausgleich zwischen Umgebung und Scheibenzwischenraum mit SWISSPACER AIR bietet Sicherheit gegen Glasbruch bei Höhentransport oder als Folge von Klimalasten.
Kleines Bauteil - große Wirkung
Installing SWISSPACER AIR

Die Grafik zeigt die Funktion von SWISSPACER AIR beispielhaft. Die graue Linie verdeutlicht den Anstieg der Biegezugspannung beim Transport zu einem höher gelegenen Einbauort; nach der Montage bleiben Druck und damit auch Biegezugspannung konstant. Die orangene Linie verdeutlicht: Der stetige, langsame Druckausgleich mit SWISSPACER AIR verlangsamt die Zunahme der Biegezugspannung schon während des Transports. Sobald ein Fenster montiert ist, sorgt AIR für einen stetig voranschreitenden Druckausgleich. Im Beispiel wird die kritische Biegezugspannung zu keinem Zeitpunkt überschritten.

AIR Funktion Druckausgleich Grafik

 

Die Einsatzgrenzen mit der SWISSPACER AIR Simulation definieren

Mit der SWISSPACER AIR Simulation in dem Berechnungstool CALUWIN können Sie als Isolierglashersteller oder Fensterbauer sehr einfach prüfen, ob der Einsatz von SWISSPACER AIR die richtige Technologie für den Druckausgleich spezifischer Isoliergläser ist. Das Simulationsergebnis ermöglicht eine einfache und schnelle Abschätzung, ob SWISSPACER AIR die Klimalasten bei Transport über große Höhendifferenzen für Ihre definierten Randbedingungen ausgleichen kann.

Der SWISSPACER AIR ist eine Metallhülse mit integrierter Spezialmembran. Der besondere Aufbau verhindert, dass sich im Scheibenzwischenraum Wasserdampf anreichern kann, der zu Tauwasserbildung führt oder die metallischen Low-E-Beschichtungen beschädigt.

SWS AIR

Einbau von SWISSPACER AIR

Es gibt zwei verschiedene Einbaumethoden. Die schnellste Lösung ist es, eine Bohrung im ausgehärteten Dichtstoff zu machen und SWISSPACER AIR mit einem kleinen O-Ring einzuschrauben. Dies erfolgt unabhängig vom sonstigen Produktionsprozess, hat somit keinen Einfluss auf Taktzeiten. Alternativ kann SWISSPACER AIR im regulären Produktionsprozess eingebaut werden.

Im Vergleich zur Herstellung von Standardisolierglas ist bei druckentspanntem Mehrscheibenglas die Befüllung mit Edelgas nicht vorgesehen, da das Gas durch das Bauteil entweichen könnte. Das mit SWISSPACER AIR ausgerüstete Isolierglas ist also fertig für Transport, Einbau und Einsatz.

AIR Einbau

Nachweise und Zertifikate

Vor der Markteinführung von SWISSPACER AIR haben wir das Produkt und seine Funktion entsprechend ausführlich geprüft. SWISSPACER AIR ist für die Verwendung mit SWISSPACER Abstandhaltern zugelassen (Zulassungsnummer des DIBt: Z-70.4-249). Der TÜV Rheinland bestätigt, dass die getesteten Systeme die Anforderungen der EN 1279-2:2002 bezüglich der Feuchtigkeitsaufnahme erfüllen. Entwicklungsbegleitende Untersuchungen erfolgten durch das ift Rosenheim.

Weitere Informationen rund um SWISSPACER AIR finden Sie auch in unserem SWISSPACER Video Channel!