Der Wärmedurchgangskoeffizient eines Fensters (Uw) gibt den Wärmeverlust durch ein Bauelement an die Außenluft an. Je niedriger der Wert, desto besser für die Energieeffizienz des Gebäudes!
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Wie die Formel zur Berechnung des Koeffizienten zeigt, hängt der Uw-Wert von mehreren Faktoren ab: Fensterrahmen, Isolierglaseinheit und Glasrand sind die drei Komponenten, die den Uw-Wert beeinflussen. Die Anteile des Fensterrahmens und der Isolierglaseinheit werden jeweils als Produkt ihres spezifischen U-Wertes (Uf und Ug) und ihrer jeweiligen Fläche (Af und Ag) betrachtet. Denn der Wärmeverlust erfolgt offensichtlich über die gesamte Fensterfläche, die Innen- und Außenbereich trennt. Die Formel berücksichtigt zusätzlich als dritten Faktor den Glasrand – also den Wärmeverlust am Rand der Isolierglaseinheit. Dieser berechnet sich als Produkt aus der Länge des Glasrandes (lg) und dem sogenannten längenbezogenen linearen Wärmedurchgangskoeffizienten Psi (Ψg). Der sogenannte Psi-Wert steht für den Wärmeverlust, der durch das Zusammenspiel von Rahmen, Glas und Abstandshalter entsteht.
Die Abstandhalterleiste fließt über den Psi-Wert in den Uw-Wert ein und spielt eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit eines Fensters: Ist sie thermisch verbessert, wird die Wärmebrücke im Übergangsbereich vom Glas zum Rahmen oder Fassadenprofil minimiert – das spart Heiz- und/oder Kühlenergie. Außerdem bleibt die Oberflächentemperatur am Glasrand im Innenraum höher, was das Risiko hygienisch bedenklicher Tauwasser- und Schimmelbildung senkt.
Und wie wird dieser Psi-Wert ermittelt?
Neben einer detaillierten und damit aufwändigen Psi-Wert-Berechnung nach DIN EN 10077 für jeden Einzelfall enthält dieselbe Norm auch generalisierte Werte für alle Warme-Kante-Systeme (Tabelle E.2). Weitaus genauer als generalisierte Werte und dennoch sehr einfach anzuwenden sind die Merkblätter des Bundesverbands Flachglas: Denn das Merkblatt enthält insgesamt 8 repräsentative Psi-Werte pro Warme-Kante-Abstandhalter – berechnet für 4 Rahmenkonstruktionen und jeweils 2 repräsentative Glasaufbauten. Die Merkblätter des Bundesverbands Flachglas bieten somit nicht nur eine erhebliche Vereinfachung für rechnerische Nachweise, sondern liefern Anwendern auch geprüfte und gezielt vergleichbare Kennzahlen.
FAQ Uw-Wert auf einen Blick
Kann Swisspacer den Uw-Wert eines Fensters verbessern?
Swisspacer beeinflusst den Uw-Wert indirekt, aber entscheidend, über den Ψg-(Psi)-Wert am Glasrand. Die Wahl eines thermisch verbesserten, warmen Abstandhalters reduziert den Wärmeaustritt am Rand, was besonders bei energieeffizienten Fensterkonstruktionen zu besseren Uw-Gesamtergebnissen beitragen kann.
In den meisten europäischen Ländern (z. B. Deutschland, Schweiz, Österreich) erreichen moderne, energieeffiziente Fenster in der Regel Uw-Werte zwischen 0,7 und 1,3 W/m²K, abhängig von Gebäudetyp und Vorschriften. Passivhaus-Projekte erfordern oft Werte unter 0,8 W/m²K.
Ja. Größere Verglasungsflächen verbessern in der Regel den gesamten Uw-Wert, da hochwertiges Isolierglas (niedriger Ug) Verluste durch den Rahmen ausgleichen kann. Kleine Fenster mit einem hohen Rahmenanteil weisen oft etwas höhere Uw-Werte auf.
Wie beeinflusst der Abstandhalter die Kondensation am Glasrand?
Ein thermisch verbesserter Abstandhalter erhöht die Innentemperatur an der Glaskante. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass sich am Rand der Isolierglasscheibe Kondenswasser bildet – insbesondere in kälteren Klimazonen Mittel- und Nordeuropas.
Wo können Planer/Hersteller zuverlässige Psi-Werte für Swisspacer-Abstandhalter erhalten?
Für Berechnungsarbeiten stellt Swisspacer Zugang zu BF (Bundesverband Flachglas) Psi-Datenblättern mit repräsentativen, vergleichbaren Ψ-Werten für typische Rahmen- und Verglasungskonfigurationen bereit – nützlich für Projekte in Deutschland, der Schweiz, Österreich und ganz Europa.