Lavater Schulhaus Zürich
Schulhausstrasse 1 Zürich 8002 Schweiz
Energieeffizienter Glasrand für denkmalgeschützte Fenster
Schulhauskomplex Lavater in Zürich vereint energieeffiziente Sanierung, architektonisches Erbe und neue Nutzungskonzepte
Durch die Sanierung und Erweiterung des Schulhauskomplexes Lavater wurde ein bedeutendes Zeugnis der Zürcher Schulhausarchitektur für kommende Generationen erhalten und weiterentwickelt. Das Gebäudeensemble von 1896/97, entworfen vom Stadtbaumeister Gustav Gull im Stil des Landesmuseums Zürich, ist ein hervorragendes Beispiel für das sensible Zusammenspiel von historischer Substanz und moderner Technik. Besonderes Augenmerk lag auf der Sanierung der historischen Fenster, die von der Holzmanufaktur Rottweil, Spezialisten für die Restaurierung historischer Holzfenster, denkmalgerecht und mit viel Sorgfalt instand gesetzt wurden – nun mit moderner Isolierverglasung und dem Hochleistungs-Warm Kante-Abstandhalter Swisspacer Ultimate im Glasrand.
Der denkmalgeschützte Schulkomplex Lavater in Zürich ist ein historischer Zeuge des Wandels im Schulhausbau am Ende des 19. Jahrhunderts. In enger Abstimmung mit den Denkmalpflegebehörden der Stadt wurde der Gebäudekomplex behutsam in eine moderne Tagesschule umgewandelt und sowohl baulich als auch energetisch saniert.
Architektonisches Konzept – zwischen Geschichte und Zukunft
Zusätzlich zur Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudehülle verfolgte das Sanierungskonzept des Zürcher Architekturbüros neff neumann architekten die funktionale und gestalterische Weiterentwicklung des Komplexes. Die Schule wurde für den zeitgemäßen Tagesschulbetrieb mit zwölf Sekundarklassen ausgelegt. Die ehemalige Einzelsporthalle wurde in das „Forum Lavater“ – ein lichtdurchflutetes Speise- und Mehrzweckgebäude – umgestaltet, während unter dem Pausenhof eine neue, unterirdische Doppelturnhalle entstand, die außerhalb der Schulzeiten auch für den Vereinssport zur Verfügung steht.
Historisches Raumkonzept in neuem Licht
Im historischen Hauptgebäude wurden Barrierefreiheit, Raumakustik und Beleuchtung gezielt verbessert, ohne die ursprüngliche Raumstruktur aufzugeben. Die Wiederherstellung der architektonischen Qualitäten aus der Bauzeit spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Raumstruktur der Klassenzimmer blieb im Grundsatz erhalten. Die zentrale Zone, die den Raum mit Erschließung und Sanitäranlagen dominiert, erhielt jedoch eine andere Gestaltung – beispielsweise mit keramischen Wandflächen, die an historische Elemente erinnern. Dank raumhoher Verglasungen mit Holzrahmen erhalten die Flurzonen und Gruppenräume nun viel Licht und ermöglichen eine flexible Nutzung – stets im Einklang mit Gustav Gulls klarer Raumlogik.
Neu gestaltete Außenräume
Auch im Außenbereich wurde die architektonische Struktur des Bestandsgebäudes aufgegriffen. Der Pausenhof wird räumlich von den beiden historischen Schulgebäuden und einer baumbestandenen Umfassungsmauer eingefasst. Drei neue Betondächer in unterschiedlicher Höhe setzen einen zurückhaltenden Gegenakzent zur markanten Arkade mit dem Schuleingang und dem asymmetrisch angeordneten Risalit. Die Gestaltung der Außenanlagen folgt einem ökologischen Modell mit hitzemindernden Maßnahmen, biodiversitätsfördernden Strukturen und einer Öffnung des Schulgeländes für die lokale Gemeinschaft. Der Entwurf von neff neumann architekten wurde 2017 mit dem ersten Preis im selektiven Wettbewerbsverfahren der Stadt Zürich ausgezeichnet – eine Würdigung der architektonischen Präzision im Umgang mit dem Bestand und dessen Weiterentwicklung.
Energieeffizienz und technische Weitsicht
Die Schulgebäude werden nun vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben: Eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach und eine Geothermie-Wärmepumpe decken den gesamten Energiebedarf ab. Zur Verbesserung von Raumluft und Temperatur wurde das historische Lüftungssystem in den Klassenräumen reaktiviert. Die Belüftung erfolgt mechanisch in den originalen Lüftungskanälen. Die hohe Energieeffizienz zeigt sich nicht nur in der Versorgungstechnik, sondern auch in zahlreichen konstruktiven Details. Besonders die denkmalgerechte Sanierung der Fenster ist ein Paradebeispiel für den sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz und moderner Technik.
Vorausschauende Verglasung im historischen Kontext
Bei der Restaurierung der historischen Sandsteinfassade wurden die originalen Fenster sorgfältig instand gesetzt und mit neuer Isolierverglasung versehen. Automatisch gesteuerte Stoffmarkisen bieten im Sommer Hitzeschutz. Die Umsetzung der Fenstervarianten ist ein Paradebeispiel dafür, wie Energieeffizienz und Denkmalschutzanforderungen vereint werden können. Die ursprünglichen Verbundfenster wurden weitgehend im Originaldesign erhalten, aber technisch aufgewertet. Während das historische Innenraumglas erhalten blieb, kam außen moderne Isolierverglasung mit Planiclear- und ECLAZ ONE-Beschichtungen zum Einsatz. Der hohe Anspruch an die sorgfältige Montage im historischen Gebäude erforderte eine komplexe Logistik – inklusive Kran und Spezialtransportkisten für die oberen Fenster.
Das Isolierglas erreicht einen Ug-Wert von 1,4 W/m²K – ein ausgewogener Wert aus technischer und wirtschaftlicher Sicht. In Kombination mit dem Swisspacer Ultimate am Glasrand ergibt sich eine besonders energieeffiziente Gesamtkonstruktion. „Gerade für ein Projekt wie Lavater, das sowohl den Vorgaben des Denkmalschutzes als auch der Energieeffizienz unterliegt, war es uns wichtig, einen Abstandhalter zu wählen, der technologische Leistungsfähigkeit und gestalterische Zurückhaltung vereint. Der Swisspacer Ultimate hat uns mit seinen hervorragenden Psi-Werten, seinem matten, unaufdringlichen Erscheinungsbild und seiner dezenten technischen Perforation überzeugt“, erläutert Dirk Obser, Projektleiter bei der Holzmanufaktur Rottweil. Selbst das kleinste Detail fügt sich zu einem Gesamtkonzept, das Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit auf bemerkenswerte Weise vereint.
Bauangaben auf einen Blick
| Projekt | Schule Lavater |
| Standort | Zürich, Schweiz |
| Datum der Fertigstellung | 2025 |
| Architekten | neff neumann architekten ag |
| Bauherr | Stadt Zürich |
| Bauleitung | Güntensperger Baumanagement, Zürich |
| Bilder | © Swisspacer |
| Fenster | HOLZMANUFAKTUR SWISS AG |
| Glas | Planiclear & ECLAZ ONE |
| Abstandhalter | Swisspacer Ultimate |
Großzügiger Lichteinfall durch sanierte Bestandsfenster mit modernisierter Verglasung – eine Kombination aus historischen Rahmen und zeitgemäßer Wärmetechnik mit Swisspacer-Abstandhalter am Glasrand.
Die verwendeten Glaselemente lassen Tageslicht tief in den Flurbereich eindringen und schaffen klare, zurückhaltende Übergänge im denkmalgeschützten Schulgebäude.
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Swisspacer Ultimate
Der warme Randverbinder bietet hervorragende thermische Leistung mit optimierten Uw-Werten am Glasrand, kombiniert mit exzellenter Feuchtigkeitskontrolle und Langlebigkeit. Für eine einfache Integration in IGU-Produktionslinien entwickelt, unterstützt er hochwertige Anwendungen und ist in bis zu 17 Farben erhältlich.